h1

Das Jugendpartei Bashing und die Zukunft der Politik…

Juli 25, 2008

Ob JULIs, Junge Union oder sonstige Jugendorganisation der Parteien jeder versucht den anderen eins reinzudrücken. Jedenfalls hat man so das Gefühl wenn man die Podcasts und Reden von verschiedenen Organisationen anhört.

Klar ist es heutzutage normal keine eigenen Inhalte in den Vordergrund zu stellen, sondern den politischen Gegner zu attackieren, aber irgendwie bringt das nichts für die Zukunft des Landes. Das ist aber das Problem für viele Jugendliche – die wollen Inhalte und eine klare Linie und keine Grabenkämpfe wie es sich die meisten Parteien liefern.

Es ist schön und gut Missstände aktiv anzusprechen, aber dann bitte auch Lösungen liefern oder klar sagen, dass man selbst keine Ahnung hat, anstatt alles den anderen Parteien in die Schuhe zu schieben.

Was ich mir für die Zukunft der Politik wünsche ist:

  • echte Inhalte in der Vordergrund stellen (wir haben schon eine Bildzeitung)
  • die Themen so besprechen das sie die Masse der Bevölkerung versteht (komplexe Inhalte werden nicht einfacher erklärt mit Fachausdrücken)
  • Experten aus allen Ebenen und Schichten zu Rate ziehen unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Der beste Mann für die Position – wir können uns die zweitbeste Person einfach nicht leisten.
  • Probleme selbst angehen und nicht auf Studien und Co verlassen (Beispiel Arbeitslosigkeit und das gute „Job Center“. Anstatt immer wieder neue tolle Ergebnisse präsentieren, einfach sich einige Tage in ein Job Center stellen und mit den Betroffenen sprechen. Die wissen ganz genau welche Missstände es gibt – sorry aber dafür braucht es keine tolle Studie)
  • Gesetze und Entwicklungen nicht kurzfristig betrachten sondern auch die nächsten 10-50 Jahre. Auch wenn man dann selbst nicht mehr in der Politik dabei ist

PS: Niemand sollte sich auf die Schulter klopfen was für tolle Ergebnisse erzielt wurden. Wenn gute Arbeit geleistet wird, dann wird dies auch von den Bürgern die damit in Berührung kommen gewürdigt.

h1

Energieversorgung mit Kernenergie sichern?

Juli 24, 2008

Auch die Junge Union in Person von Philipp Mißfelder (Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschland) lässt sich nicht bitten um in der Frage zu Kernkraft etwas zu sagen: „Heute wird einer breiten Öffentlichkeit bewusst, dass die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein werden, die Kernenergie zu ersetzen, die die Hälfte der Grundlastversorgung in Deutschland sicherstellt. …. Denn Kernenergie ist derzeit die einzige Energieform, die den Strombedarf eines modernen Industrielandes zuverlässig, wirtschaftlich und klimaneutral decken kann.“ (Kompletter Beitrag)
Wie gerade der Wind pfeift so wird kommentiert und diskutiert. Vielleicht liegt es einfach daran dass die Parteilinie gerade so verläuft und niemand einfach eingestehen will, dass für unsere Zukunft die Entscheidung aus der Kernenergie auszusteigen die richtige war.

Kurz zu den Gründen für meine Meinung

  • Neubau (wie vorgeschlagen) kostet sehr viel Geld, welches durch hohe Preise wieder eingenommen werden muss. Heißt selbst Kernenergie würde die Preise nicht geringer werden lassen
  • Das Unfallrisiko ist zu groß! Zwar wird von vielen behauptet, dass das Risiko in Deutschland sehr gering ist – aber gering ist nicht niedrig genug. In der Vergangenheit haben verschiedene Pannen gezeigt (z.B. Brunsbüttel) wie absolut sicher Atomenergie in Deutschland ist. Nebenbei wollen wir gar nicht darüber sprechen was eine Katastrophe für Folgen für Deutschland und andere Länder hätte
  • Uranreserven sind nicht endlos, deshalb ist Atomenergie keine langfristige Lösung
  • Was passiert mit dem Atommüll? Wobei stimmt den Atommüll können wir einem Nachbarn geben, dann haben wir ihn los. Sehr langfristig und Verantwortungsvoll gedacht.

Nebenbei wird auch bei Atomenergie CO2 freigesetzt: beim Bau des Kraftwerks, bei der Förderung des Urans und bei einigen Arbeitsschritten während der Brennelementeherstellung. (Quelle)

Um nicht zu abzuschweifen: für die Zukunft der Menschen in Deutschland ist der Ausstieg auf jeden Fall ein positiver Schritt. Vielleicht machen sich die Vorteile noch nicht bemerkbar aber in den nächsten Jahrzehnten auf jeden Fall.

PS: Die Lösung lautet aber auch nicht Kohlekraftwerke!

Auf das Thema aufmerksam gemacht hat mich der Blog von Julia Seeliger

h1

Start des Blogs

Juli 24, 2008

Guten Tag liebe Leser,

inzwischen bin ich seit über 5 Jahren wahlberechtigt und habe zwei Bundestagswahlen, eine Bürgermeisterwahl, eine Landtagswahl, zwei Stadtratswahlen aktiv mitgemacht. Ich lebe mein politisches Leben nach dem Prinzip, dass ich vor jeder Wahl mir alle Seiten anschaue und der Partei oder Person meine Stimme gebe die meiner Meinung nach das beste Konzept hat um die für mich „wichtigen“ Probleme anzugehen. Dabei bin ich meist sehr liberal eingestellt.

Trotz allem verschließe ich mich nicht den anderen Parteien. Wobei ich beim politischen Alltag eine gewisse Überdrüssigkeit bei mir festgestellt habe. Man kann es auch Faulheit nennen, denn im Endeffekt sind die meisten politischen Nachrichten nur Eintagsfliegen die spätestens nach ein paar Stunden wieder komplett vergessen wurden.

Was ich aber nicht vergesse ist, wie sich die Zukunft in Deutschland für uns als junge Menschen und Bürger gestaltet. Werden wir zukünftig noch eine passende Rente in Anspruch nehmen? Welche Bildungsmöglichkeiten gibt es? Wie viel Monate arbeiten wir nur für den Staat? Können wir uns zukünftig noch ein Leben in Deutschland leisten?

Meist wird bei all den Themen nicht berücksichtigt was eigentlich die jungen Menschen denken! Haben die vielleicht Konzepte und Ideen um Probleme von Heute langfristig zu lösen? Vielleicht! Aber das interessiert leider die meisten nicht…

PS: Nein ich halte nicht sonderlich viel von Jugendparteien denn diese haben keinen wirklichen Einfluss auf die Politik. Jedenfalls nicht so stark wie ich es mir gerne wünschen würde. Und ja ich habe mir verschiedene Veranstaltungen der jeweiligen Kreise angeschaut.

So damit aber auch genug über den Blog gesagt – los geht es ab heute.