
Energieversorgung mit Kernenergie sichern?
Juli 24, 2008Auch die Junge Union in Person von Philipp Mißfelder (Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschland) lässt sich nicht bitten um in der Frage zu Kernkraft etwas zu sagen: „Heute wird einer breiten Öffentlichkeit bewusst, dass die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein werden, die Kernenergie zu ersetzen, die die Hälfte der Grundlastversorgung in Deutschland sicherstellt. …. Denn Kernenergie ist derzeit die einzige Energieform, die den Strombedarf eines modernen Industrielandes zuverlässig, wirtschaftlich und klimaneutral decken kann.“ (Kompletter Beitrag)
Wie gerade der Wind pfeift so wird kommentiert und diskutiert. Vielleicht liegt es einfach daran dass die Parteilinie gerade so verläuft und niemand einfach eingestehen will, dass für unsere Zukunft die Entscheidung aus der Kernenergie auszusteigen die richtige war.
Kurz zu den Gründen für meine Meinung
- Neubau (wie vorgeschlagen) kostet sehr viel Geld, welches durch hohe Preise wieder eingenommen werden muss. Heißt selbst Kernenergie würde die Preise nicht geringer werden lassen
- Das Unfallrisiko ist zu groß! Zwar wird von vielen behauptet, dass das Risiko in Deutschland sehr gering ist – aber gering ist nicht niedrig genug. In der Vergangenheit haben verschiedene Pannen gezeigt (z.B. Brunsbüttel) wie absolut sicher Atomenergie in Deutschland ist. Nebenbei wollen wir gar nicht darüber sprechen was eine Katastrophe für Folgen für Deutschland und andere Länder hätte
- Uranreserven sind nicht endlos, deshalb ist Atomenergie keine langfristige Lösung
- Was passiert mit dem Atommüll? Wobei stimmt den Atommüll können wir einem Nachbarn geben, dann haben wir ihn los. Sehr langfristig und Verantwortungsvoll gedacht.
Nebenbei wird auch bei Atomenergie CO2 freigesetzt: beim Bau des Kraftwerks, bei der Förderung des Urans und bei einigen Arbeitsschritten während der Brennelementeherstellung. (Quelle)
Um nicht zu abzuschweifen: für die Zukunft der Menschen in Deutschland ist der Ausstieg auf jeden Fall ein positiver Schritt. Vielleicht machen sich die Vorteile noch nicht bemerkbar aber in den nächsten Jahrzehnten auf jeden Fall.
PS: Die Lösung lautet aber auch nicht Kohlekraftwerke!
Auf das Thema aufmerksam gemacht hat mich der Blog von Julia Seeliger
