Ob JULIs, Junge Union oder sonstige Jugendorganisation der Parteien jeder versucht den anderen eins reinzudrücken. Jedenfalls hat man so das Gefühl wenn man die Podcasts und Reden von verschiedenen Organisationen anhört.
Klar ist es heutzutage normal keine eigenen Inhalte in den Vordergrund zu stellen, sondern den politischen Gegner zu attackieren, aber irgendwie bringt das nichts für die Zukunft des Landes. Das ist aber das Problem für viele Jugendliche – die wollen Inhalte und eine klare Linie und keine Grabenkämpfe wie es sich die meisten Parteien liefern.
Es ist schön und gut Missstände aktiv anzusprechen, aber dann bitte auch Lösungen liefern oder klar sagen, dass man selbst keine Ahnung hat, anstatt alles den anderen Parteien in die Schuhe zu schieben.
Was ich mir für die Zukunft der Politik wünsche ist:
- echte Inhalte in der Vordergrund stellen (wir haben schon eine Bildzeitung)
- die Themen so besprechen das sie die Masse der Bevölkerung versteht (komplexe Inhalte werden nicht einfacher erklärt mit Fachausdrücken)
- Experten aus allen Ebenen und Schichten zu Rate ziehen unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Der beste Mann für die Position – wir können uns die zweitbeste Person einfach nicht leisten.
- Probleme selbst angehen und nicht auf Studien und Co verlassen (Beispiel Arbeitslosigkeit und das gute „Job Center“. Anstatt immer wieder neue tolle Ergebnisse präsentieren, einfach sich einige Tage in ein Job Center stellen und mit den Betroffenen sprechen. Die wissen ganz genau welche Missstände es gibt – sorry aber dafür braucht es keine tolle Studie)
- Gesetze und Entwicklungen nicht kurzfristig betrachten sondern auch die nächsten 10-50 Jahre. Auch wenn man dann selbst nicht mehr in der Politik dabei ist
PS: Niemand sollte sich auf die Schulter klopfen was für tolle Ergebnisse erzielt wurden. Wenn gute Arbeit geleistet wird, dann wird dies auch von den Bürgern die damit in Berührung kommen gewürdigt.

